Sommerdings 2018

Politischer Cluburlaub – Das Sommerdings 2018

Auch dieses Jahr wollen wir wieder den Sommer gemeinsam verbringen und die Zeit nutzen, uns theoretisch und praktisch im Sozialismus zu üben. Wer mal Ruhe von der Familie braucht, sich etwas Besseres vorstellen kann, als im Sommer nur für Uni und Schule zu lernen und sich dazu erklären will, warum man das Unbehagen mit dieser Welt nicht loswird, ist bei uns genau richtig. Wir wollen Pause von den alltäglichen Zumutungen machen, praktisch in Selbstorganisation etwas Besseres als die Konkurrenz leben und uns theoretisch in Seminaren und Workshops darüber Gedanken machen, warum wir mit dieser Welt keinen Frieden schließen wollen.

Und so läuft’s ab: Jeden Tag ausschlafen, dann ausgiebig brunchen. In den beiden anschließenden Workshopphasen gilt es dann, sich gemeinsam linke Theorie und Praxis aus allen relevanten Themengebieten anzueignen, bestehende Zustände zu analysieren, zu kritisieren und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.Es soll Workshops zu Antisemitismus und Feminismus geben, zu Kampfsport und Kapitalismus und zu vielen anderen Themen. Wenn du selbst was anbieten möchtest oder zu einem Thema schon immer mal was erfahren wolltest, dann kannst du das in deiner Anmeldung dazuschreiben. Dazu kommt das Abendprogramm mit Vorträgen, Musik und selbstorganisierter Theke, ausschlafen am nächsten Morgen inklusive. Die einzige Voraussetzung ist, dass du Lust hast, dich einzubringen.

Workshops zu folgenden Themen: Cryptoparty, Argumentieren gegen Verschwörungstheorien, Männlichkeit und Theoriearbeit, Graffiti, Antikommunismus, Psychiatriekritik, Ursprünglichkeitsideologie, Linke Gewerkschaftsarbeit, Fraauenkörper, Staatskritik, Kinderladenbewegung, Arbeitszeitverkürzung, Selbstverteidigung, Bauworkshop, Situationistische Internaionale, Geschichte freier Radios, Krise, Brecht und Theater, Privilegien, Struktur und Bezüge der neuen Rechten, Sozialistische Erziehung, Einführung in die Kapitalismuskritik, Was ist Solidarität, Identität und Gruppe, 70er in Frankreich, Abtreibung, Vuva 3.0, ArbeiterInnenlieder, Umgang mit der AFD in Jugendringen u.ä., Falken Uni, Männerphantasien, uvm.

Projekte zu folgenden Themen: Pränataldiagnostik und Abtreibung, Geschichte eines Bruchs: 69er Bewegung, Rätekommunismus, Zeltlagerzine, Ursprünglichkeitsideologie

Abendprogramm: Vorträge „68 musik osteuropa“ mit Alexander Pelemann, „Katalonien“ mit Leuten von Kosmoprolet, „Kritik der Intersektionalität“ mit Fatma K, „Geschichte linker Radios“ mit Radio Corax, „Situation in der Türkei/Afrin/Rojava“ mit Bastian, „Autoritärer Gehalt des Neoliberalismus“ mit Bjoern Oellers, Vorleseabend mit Bier, Tuntenshow, u.v.m.

Zeitraum: 30.7.-8.8.2018
Alter: ab 16 Jahre
Ort: Jugendzeltplatz Almke
Kosten: Normalpreis 110€, Solipreis 180€, Mindestbeitrag 80€; Tagesticket 12€/20€/9€
Anmeldung: SJ – Die Falken Braunschweig
Bohlweg 55
38100 Braunschweig
kv(at)falken-bs.de
0531-896456
Leistungen: Unterkunft in Gruppenzelten, Vollverpflegung, Programm – die Anreise muss selbst organisiert werden, Fahrgemeinschaften koordinieren wir gerne

Aktuelle Infos immer hier: https://www.facebook.com/events/1600729436676119/
Anmeldung auf: https://www.falken-bs.de/anmeldung

PM: Die Falken kritisieren Räumung des ehemaligen Goetheinstituts

Am Montag morgen um 7:00 wurde das besetzte Studierendenwohnheim des Goetheinstitus von über 100 Polizist_innen geräumt. Die 27 Besetzer_innen verließen das Haus friedlich. Vor dem Haus wurden sie von ca. 80 Unterstützer_innen erwartet.

Mit der Räumung des Hauses wählen Köhler und die SPD-Fraktion lieber eine gewaltvolle Auseinandersetzung, anstatt auf die Forderungen der Besetzer_innen einzugehen. Es gibt gute Gründe für die Forderungen der Besetzer_innen: Während die Stadt ihre Häuser leerstehen lässt, müssen mehrere Hundert Geflüchtete in der Siekhöhe in einer Lagerhalle unter menschenunwürdigen Bedingungen leben, darunter viele Kinder und Familien. Insbesondere aus der Perspektive eines Jugendverbandes könnten die Falken die Reaktion auf die Besetzung daher nicht verstehen, kritisiert Lorenz Sieben, der die Falken im Stadtjugendring vertritt.

„Diese Rammbock-Methodik der Stadt löst das Problem nicht. Schade, dass die Chance auf einen Austausch verpasst wurde“

Besonders enttäuscht sind wir von der Rolle Rolf Köhlers in dieser Sache. Die Bedürfnisse aller Menschen in Göttingen und nicht die Interessen privater Investoren sollten für Köhlers SPD im Vordergrund stehen. Bei den Falken sind wir stolz auf unsere Geschichte in der Arbeiter_innenbewegung, die wir auch mit der SPD teilen. Dort sang man:

„In Erwägung, dass da Häuser stehen, / während ihr uns ohne Bleibe lasst, / haben wir beschlossen jetzt dort einzuziehen, / weil es uns in unseren Löchern nicht mehr passt“

Als Bildungsverband veranstalten wir Vorträge und Seminare zur Geschichte der Arbeiter_innenbewegung. Dazu wollen wir auch Herrn Köhler gerne einladen: Sie scheint bei ihm etwas in Vergessenheit geraten zu sein.

Die SJ – Die Falken solidarisieren sich mit der Intiative „Our House – Nansen 1“ und schließen sich ihrer Forderung nach bezahlbarem Wohnraum und menschenwürdigen Bedingungen für Geflüchtete an. Außerdem fordern wir das Goethe-Institut auf, die Klagen gegen die Besetzer_innen wegen Hausfriedensbruchs fallen zu lassen. Die Stadt Göttingen ist jetzt am Zug, um das nun erneut leerstehende Wohnheim Bedürftigen zur Verfügung zu stellen!

PM: Solidarität mit den Besetzer*innen der Frithjof-Nansen-Straße!

Wir solidarisieren uns mit den Besetzer*innen des Goethe-Instituts in der Fridtjof-Nansen-Straße 1!

Heute wurde das leerstehende Studierendenwohnheim des Goethe-Instituts in der Fridtjof-Nansen-Straße 1 besetzt. Das sich im Besitz der Stadt befindende Gebäude bietet sieben abgeschlossene, voll ausgestattete Wohneinheiten mit Bad und Küche sowie 30 Einzel- und Doppelzimmer mit gemeinschaftlichen Sanitäranlagen. Statt diesen Wohnraum bezahlbar zur Verfügung zu stellen, plant die Stadt den Verkauf und damit die Privatisierung des Gebäudes. Gleichzeitig hält sie mit dem Argument des fehlenden Wohnraums an der menschenunwürdigen Geflüchtetenunterkunft Siekhöhe fest. Dass hier etwas nicht zusammen passt fällt auch schon den kleinsten Falken auf. Luise Meier des Ortsverbandes Göttingen äußert sich hierzu:

„Unsere Solidarität gilt den Besetzer*innen, die sich endlich einer Sache annehmen, die die Stadt schon längst hätte umsetzen sollen!“

Daher unterstützen wir die Forderungen der Besetzer*innen:

„- Die Stadt Göttingen muss den Verkauf des bisher vom Goethe-Institut genutzten Gebäudekomplexes unverzüglich stoppen.

– In dem bisherigen Goethe-Institut muss Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Dieser ist zuerst jenen Geflüchteten anzubieten, die derzeit noch in der Notunterkunft Siekhöhe untergebracht sind. Aber auch weitere unter prekären Bedingungen lebende Menschen sollen hier eigenen Wohnraum finden können.

– In dem Wohngebäude in der Fridtjof-Nansen-Straße soll kein neues Lager eingerichtet werden. Vielmehr müssen die einziehenden Geflüchteten eigene Mietverträge erhalten und mindestens ein eigenes Zimmer bewohnen. Die Stadt muss ggf. notwendige Renovierungsarbeiten übernehmen, um einen ortsüblichen Wohnstandard zu gewährleisten.“

Alle aktuellen Informationen gibt es auf: https://www.facebook.com/Our-House-Nansen-1-1436579129779789/?rc=p

Und: https://nanseneins.noblogs.org/

– Erstes Jugendtreffen für Göttingen, Northeim und Umland –

Die Welt ist am Arsch – alle sagen das. Wir natürlich auch. Aber wir haben keine Lust, das zu akzeptieren. Um gemeinsam politisch zu diskutieren und aktiv zu werden, rufen wir eine Jugendgruppe für Göttinge, Northeim und das gesamte Umland ins Leben.
Gerade auch in Bezug auf die kleineren Orte in der Region wollen wir uns gemeinsam damit auseinandersetzen, wie wir sie ein bisschen lebenswerter für Jugendliche machen können. Und wir wollen gemeinsam Spaß haben und uns überlegen, wie wir das am besten hinbekommen. Wenn du Lust hast mitzumachen: komm zum ersten Treffen!

Am Freitag, den 13.4.18 und dann jeden 1. Freitag um 17 Uhr im Raum der Falken in der Obere-Masch-Straße 10a in Göttingen.
Jeden 3. Freitag im Monat machen wir dann eine Aktion in der Region.
Wer Geld für die Anreise braucht, kann es zurück bekommen!

Aktuelle Infos unter: https://www.facebook.com/Dorfkidz-unite-207030333218261/

Wochenendseminar „Aktivierendes Projektmanagement“ 6.-8.4. in Göttingen

Oft stehen wir in unserer täglichen Arbeit vor der Herausforderung verschiedene Veranstaltungen umsetzen zu wollen. Und oft laufen diese Planungen natürlich neben dem was sowieso regulär passiert, wie Seminaren und Zeltlagern. Bei diesen parallelen Planungen und Vorbereitungen nicht den Kopf zu verlieren und sich zu verzetteln erfordert eine gewisse Struktur und Übersicht. Auch die Beratung der ehrenamtlichen Gremien bei dem, was leistbar ist und was nicht gehört dabei zu unseren Aufgaben. Wir wollen uns in diesem Fortbildungsmodul daher mit Planungskonzepten aus dem Bereich des Prozess- und des Projektmanagements beschäftigen, die es uns ermöglichen, auch mehrere (große) Projekte nebeneinander umzusetzen ohne sich dabei zu überlasten und Frust zu produzieren. Diese Tools sind dabei für alle Bereiche unserer Planungen und Vorbereitungen einsetz- und nutzbar, unabhängig davon, ob es sich um ein Zeltlager, einen Aktionstag, ein Wochenendseminar oder die große Kampagne handelt.

Anmeldung per mail an: goettingen@falken-bs.de

Ort: Veranstaltungsraum der OM10 in Göttingen

Kosten: 25€/20€ für Falkenmitglieder